Veranstaltungs-Vorschau
Samstag, 19. September 2026, 17 Uhr, Eutin
Jahreshauptversammlung der Johann-Heinrich-Voß-Gesellschaft
Eutiner Landesbibliothek, Schlossplatz 4, 23701 Eutin
Samstag, 19. September 2026, 19 Uhr, Eutin
Ernst Theodor Johann Brückner (1746-1805) –
Freund, Prediger und Schriftsteller im Zeitalter der Aufklärung.
Vortrag von Dr. Paul Kahl (Erfurt)
Ernst Theodor Johann Brückner (1746–1805), mecklenburgischer Theologe und Schriftsteller, war Zeitgenosse der
Französischen Revolution, der Aufklärung und der Weimarer Klassik. Sein Lebensmittelpunkt war Mecklenburg, nur
als Schüler und Student lernte er die Welt außerhalb seiner Heimat kennen, insbesondere Berlin und Halle. Das
Medium, das ihn darüber hinausführte, war insbesondere der Brief. Der Briefwechsel mit Johann Heinrich Voß
machte Brückners Namen in der Literaturgeschichte bekannter als sein eigenes Werk. Dieses hat gleichwohl eine
geschichtliche Bedeutung, sei es im Bereich der Predigt, sei es im Bereich des Niederdeutschen, sei es im Bereich
der Kinderliteratur.
Voß konnte, wie später auch Fritz Reuter, der Not Mecklenburgs entkommen und außerhalb der prägenden Heimat
Ruhm gewinnen und sein Werk vollenden. Die Größe Ernst Theodor Johann Brückners liegt demgegenüber im
Verbleiben an Ort und Stelle, wo er als Dichter und als Prediger die Aufklärung verkörperte und einen Geist der
Menschenfreundlichkeit.
Eutiner Landesbibliothek, Schlossplatz 4, 23701 Eutin
Veranstalter: Johann-Heinrich-Voß-Gesellschaft & Eutiner Landesbibliothek
Freitag, 4. Dezember 2026, 20 Uhr, Stendal
„Die Lebensgefährtin eines berühmten Mannes hat einen hohen Beruf!“
Zum 270. Geburtstag von Ernestine Voß.
Lesung mit Clarissa Ross und Kerstin von Schwerin (Otterndorf)
Ernestine Voß, geb. Boie (1756-1834) wuchs in einem protestantischen Pfarrhaus auf und war Ehefrau des Dichters,
Philologen und Homer-Übersetzers Johann Heinrich Voß. Sie war nicht nur Mutter von fünf Söhnen und „treue
Gehilfin“ ihres häufig reizbaren Ehemanns. Neben einer umfangreichen Briefkorrespondenz hat sie eine Reihe von
biografischen, pädagogischen und literarischen Texten verfasst, von denen zu Lebzeiten nur wenige publiziert
wurden. Zwei Studien, die 2006 und 2016 über sie erschienen, würdigen Ernestine Voß und zeigen, dass sie mehr
war als die treu sorgende „Hausmutter“ und Hüterin der „Vossischen Hausidylle“.
Winckelmann-Museum, Winckelmannstraße 36-38, 39576 Stendal