Veranstaltungs-Vorschau
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Sa., 25. August 2018, 17 Uhr Otterndorf Jahresversammlung der Johann-Heinrich-Voß-Gesellschaft Voß-Haus, Johann-Heinrich-Voß-Straße 8, 21762 Otterndorf Sa., 25. August 2018, 19:30 Uhr Otterndorf Vossische Buchgeschichten Vortrag von Dr. Frank Baudach (Eutin) Voß-Haus, Johann-Heinrich-Voß-Straße 8, 21762 Otterndorf Veranstalter: Stadt Otterndorf und Johann-Heinrich-Voß-Gesellschaft Welches Verhältnis hatte Johann Heinrich Voß zum Medium Buch? Wie ist er mit Büchern umgegangen, was für eine Beziehung hatte er zum Buch als materiellem Gegenstand? Nach Johannes Gutenbergs Erfindung ist das mit beweglichen Lettern gedruckte Buch schnell zum entscheidenden Kommunikationsmedium für Gelehrte und Dichter geworden, die aus Büchern Wissen schöpfen und mit Büchern ihr eigenes Dichten und Denken in der gelehrten und ästhetisch gebildeten Öffentlichkeit bekannt machen konnten. Im 18. Jahrhundert rückte für Autoren zudem mehr und mehr die Möglichkeit in Reichweite, mit Schreiben zumindest einen Teil des eigenen Lebensunterhalts zu bestreiten – das Buch wird nun nicht nur für Drucker und Verleger, sondern auch für die Autoren zu einem Gegenstand der Ökonomie, für den in steigendem Maße die Gesetze des Marktes gelten. Beide Aspekte – das Buch als Medium der Kommunikation und als Wirtschaftsgut – lassen sich auch bei dem Übersetzer, Dichter und Publizisten Johann Heinrich Voß wiederfinden, der dem Druck seiner eigenen Werke einerseits höchste Bedeutung zumaß und höchste Sorgfalt angedeihen ließ, andererseits seine finanziellen Interessen immer wieder – und meist erfolgreich – im Kampf mit seinen Verlegern oder durch Selbstvermarktung seiner Werke durchzusetzten suchte. Der Vortrag möchte sich diesem Spannungsfeld an Hand einiger biografischer Details und druckgeschichtlicher Beobachtungen nähern. Die in Otterndorf entstandene und 1781 in Hamburg gedruckte Vossische „Odüßee“-Übersetzung wird dabei eine wichtige Rolle spielen. Do., 25. Oktober 2018, 19:30 Uhr Eutin Gespräche über Musik und Kegelspiel am Alsterufer: Johann Heinrich Voß und Carl Philipp Emanuel Bach in ihrem Hamburger Freundeskreis Vortrag von Dr. Dorothea Schröder (Cuxhaven) Ostholstein-Museum, Schlossplatz 1, 23701 Eutin Veranstalter: Johann Heinrich Voß-Gesellschaft und Ostholstein-Museum Eintritt: 5 €, Mitglieder der Voß-Gesellschaft, Schüler und Studierende frei Im April 1774 lernte Johann Heinrich Voß in Hamburg Carl Philipp Emanuel Bach kennen, der seit 1768 als Kantor des Johanneums und Musikdirektor der Hauptkirchen in der Hansestadt lebte. Obwohl Voß 37 Jahre jünger als der europaweit berühmte Komponist und Klaviervirtuose war, wurde er von Bach in geradezu familiärer Weise empfangen und in einen aufgeklärten Freundeszirkel eingeführt. Man diskutierte nicht nur über musikalische Themen wie z.B. die Ästhetik des Liedes, sondern traf sich auch bei Konzerten und geselligem Freizeitvergnügen. Anhand von zeitgenössischen Dokumenten entwirft der Vortrag ein facettenreiches Bild des gesellschaftlichen, musikalischen und literarischen Lebens an Alster und Elbe in den 1770er Jahren. 22. November 2018, 19:30 Uhr Otterndorf Odysseus als Migrant – oder: Das Bild der Griechen von der Antike bis zur Gegenwart Vortrag von Prof. Dr. Ralph-Johannes Lilie (Cuxhaven) Voß-Haus, Johann-Heinrich-Voß-Straße 8, 21762 Otterndorf Veranstalter: Stadt Otterndorf und Johann-Heinrich-Voß-Gesellschaft. Eintritt frei. Die homerischen Epen stehen am Beginn der europäischen Literatur. Ihre Helden sind bis heute im allgemeinen Bewußtsein gegenwärtig, sei es durch Literatur, Film, Internet oder sogar in der Popmusik. Das dadurch vermittelte Bild ist meist positiv und folgt damit mehr oder weniger den Intentionen der antiken Autoren. Aber wie wirkten diese Helden eigentlich auf ihre «Opfer», und welche Auswirkungen hatten sie auf das Griechenbild bei Zeitgenossen und späteren Generationen bis heute? Der Vortrag soll dies am Beispiel des Odysseus darstellen, der wie kein anderer der antiken Heroen sowohl positiv als auch negativ gesehen werden kann. Oder anders ausgedrückt: Ist das derzeitige schlechte «Image» der Griechen tatsächlich nur auf die jüngsten finanziellenProbleme zurückzuführen, oder kann man die Gründe – zumindest teilweise – schon bei Homer sehen?