Johann Heinrich VossensKirchenlieder
von Walter Müller
(Vossische Nachrichten 4/1997, S. 7-14)
Johann Heinrich Voß steht derBitte von Halems aufgeschlossen gegenüber. In seinem Brief vom 24. Januar 1790 schreibter u.a.: "Gern will ich die drey Lieder für den Kirchengesang einzurichten suchen.Aber das Metrum kann nicht geändert werden, außer daß, wie sich versteht, imNeujahrsliede der Chor wegbleibt. Das Tischlied könnte nach Schulzens Melodie gesungenwerden, wenn man eine etwas abgeänderte Bewegung nähme. Ich habe langegewünscht, ein Pfingstlied, wie das Herz des Volks es verlangt, ein Lied beym Erntefest,und dergleichen zu machen. Aber dann müßte der öffentliche Gottesdienst erst einigeForderungen der Naturandacht erfüllen. Was mir indes der gute Geist eingiebt, will ichIhnen mittheilen. Ich kenne keine edlere Anwendung der Poesie, als gute Gesinnungen zuverbreiten."(1)
Vossens Erwiderung läßt sichentnehmen, daß von Halem dessen briefliche Anfragen nicht mehr auffindbar sind keine Neuschöpfungen erwartet, sondern bereits vorhandene Gedichte übernehmenwill. Ein Blick in das am Reformationstag 1791 eingeführte neue Gesangbuch zuröffentlichen und häuslichen Andacht für das Herzogthum Oldenburg belegt, daß dievon Johann Heinrich Voß verfaßten drei Kirchenlieder Nr. 393, 413 und 442 die wiealle anderen Lieder keinen Hinweis auf den Verfasser enthalten (2)bereits zuvor als Gedichte erschienen sind. Es handelt sich um das in Otterndorf 1780entstandene Tischlied und um zwei Gedichte aus Eutin:(3) Um Trostam Grabe, entstanden nach dem Tode von Vossens ältestem Sohn Friedrich Leopold 1783,und um das 1784 verfaßte Neujahrslied, das Voß auf Wunsch des Konsistoriums fürdas Gesangbuch erheblich umarbeitet und dieser Fassung den Titel Am Neujahrstagegibt.(4)
In neuerer Zeit werden JohannHeinrich Vossens Lieder als ungeeignet für den Kirchengesang erklärt.(5)Ohne Kenntnis der Liedtexte kann dieses Verdikt nicht nachvollzogen werden. Deshalb seienVossens Kirchenlieder in der im Gesangbuch zur öffentlichen und häuslichen Andachtfür das Herzogthum Oldenburg von 1792 erhaltenen Textfassung vorgestellt:
Tischlied(6)
Gesund und frohes Mutes,
Genießen wir des Gutes,
Das uns der große Vater schenkt.
O preist ihn, Freunde, preiset
Den Vater, der uns speiset,
Und mit des Weines Freude tränkt.Er ruft herab: Es werde!
Und Segen schwellt die Erde,
Der Fruchtbaum und der Acker sprießt;
Es lebt und webt in Triften,
In Wassern und in Lüften,
Und Wein und Milch und Honig fließt.Dann schauet Gott vom Himmel
Das freudige Gewimmel
Vom Aufgang bis zum Niedergang:
Denn seine Kinder sammeln,
Und ihr vereintes Stammeln
Tönt ihm in tausend Sprachen Dank.Lobsinget seinem Namen,
Und strebt ihm nachzuahmen,
Ihm, dessen Gnad ihr nie ermeßt:
Der alle Welten segnet,
Auf Gut und Böse regnet,
Und seine Sonne scheinen läßt!Mit herzlichem Erbarmen
Reicht Eure Hand den Armen,
Wes Volks und Glaubens sie auch sein.
Wir sind, nicht mehr, nicht minder,
Sind alle Gottes Kinder,
Und sollen uns wie Brüder freun!
Trost am Grabe(7)
Trockne Deines Jammers Thränen,
Heitre Deinen Blick;
Denn es bringt kein banges Sehnen
Ihn, der (Sie, die) starb, zurück.
Ach, die holde Stimm und Rede,
Und der Lieblichkeiten jede,
Und sein (ihr) freundliches Gesicht
Ruht im Grab, und kehret nicht.Gleich des Feldes Blumen schwindet
Alles Fleisch umher.
Traurend sucht der Freund, und findet
Seinen Freund nicht mehr.
Vor dem welken Greis am Stabe
Sinkt der Jüngling und der Knabe,
Vor der Mutter sinkt ins Grab
Oft die junge Braut hinab.Gleich des Feldes Blumen werde
Alles Fleisch verstäubt!
Nur der Erdenleib wird Erde;
Sein Bewohner bleibt!
Ja, du lebst, Geliebter, (Geliebte) lebest
Über Sternen, oder schwebest
Mitleidsvoll um Deinen Freund,
Der an Deinem Grabe weint!Diese Kräfte, dieses Trachten
Zur Vollkommenheit,
Dieses Vorgefühl, dies Schmachten
Nach Unsterblichkeit,
Dieser Geist, der Welten denket,
Würde mit ins Grab gesenket?
Und geschaffen hätte Gott
Dieses alles nur zum Spott?Nein, nicht spottend, nicht vergebens
Schufst Du, Gott, Dein Bild!
Lieb und Weisheit hat des Lebens
Geist in Staub gehüllt.
Diese Hülle wird zertrümmert,
Und die freye Seele schimmert
Zu der höhern Geister Chor
Immer herrlicher empor.Auf! Von Moder und Verwesung
Blick hinauf, mein Geist,
Wo im Friedensthal Genesung,
Alles Jammers fleußt;
Wo nicht Krieg, Erdbeben, Fluten,
Hunger, Pest und wilde Gluten,
Wo nicht Trennung mehr noch Tod
Liebenden Geliebten droht!Ach des Wonnetags, der wieder
Ewig Freund und Freund,
Eltern, Kinder, Schwestern, Brüder,
Mann und Weib vereint.
Wann wir, weiser mit den Weisen,
Unsers Vaters Liebe preisen,
Der aus Irrthum, Schmerz und Gram
Uns in seine Ruhe nahm!Bald vielleicht, ach bald verschwunden
Ist auch meine Zeit,
Und die letzte meiner Stunden
Kommt vielleicht noch heut!
O laßt Gottes Weg uns wandeln,
Immer gut und redlich handeln,
Daß wir, ruft der Vater nun,
Fröhlich hingehn auszuruhn!
Am Neujahrstage(8)
Das Jahr ist hingeschwunden,
Wie Schaum im Wilden Bach.
Denkt seinen heitern Stunden,
Denkt seinen trüben nach.
Zu jenen grauen Jahren
Entfloh es, welche waren;
Es brachte Freud und Kummer viel,
Und führt uns näher an das Ziel.In stetem Wechsel kreiset
Des Menschen kurze Zeit;
Es blühet, altert, greiset,
Und geht zur Ewigkeit.
Bald schwinden selbst die Schriften
auf seinen morschen Grüften;
Und Schönheit, Reichthum, Ehr und Macht
Sinkt mit hinab in Todesnacht.Sind wir noch alle lebend,
Wer heute vor dem Jahr,
In Lebensfülle strebend,
Mit Freunden fröhlich war?
Ach mancher ist geschieden,
Und liegt und schläft in Frieden!
Wir wünschen Gottes Ruh hinab
In unsrer Freunde stilles Grab!Wer weiß, wie mancher modert
Ums Jahr, gesenkt ins Grab!
Unangemeldet fodert
Der Tod die Menschen ab.
Trotz lauem Frühlingswetter,
Wehn oft verwelkte Blätter.
Wer von uns nachbleibt, wünscht dem Freund
Im stillen Grabe Ruh und weint.Der gute Mann nur schließet
Die Augen ruhig zu:
Mit frohem Traum versüßet
Ihm Gott des Grabes Ruh.
Er schlummert kurzen Schlummer
Nach dieses Lebens Kummer;
Dann weckt ihn Gott, von Glanz erhellt,
Zur Wonne seiner bessern Welt.Wohlauf denn, frohen Mutes,
Auch wenn uns Trennung droht!
Wer gut ist, findet Gutes
Im Leben und im Tod.
Dort sammeln wir uns wieder,
Und singen Wonnelieder.
Wohlauf, und: Gut seyn immerdar!
Sey unser Wunsch zum neuen Jahr
Während das Tischlied undTrost am Grabe in das 1863 neu verfaßte Gesangbuch für dieevangelisch-lutherischen Gemeinden des Herzogtums Oldenburg keine Aufnahme mehrfinden,(9) ist Vossens Lied Am Neujahrstage als Nr. 121 noch inder Neubearbeitung die immerhin bis in die zwanziger Jahre unseres Jahrhunderts inGebrauch war enthalten. Ob es Voß darüber hinaus gelungen ist, sein Pfingstliedund sein Lied beym Erntefest als Kirchenlieder unterzubringen, mit denen er wie seinem Brief vom 24. Januar 1790 an von Halem entnommen werden kann einige Forderungen der Naturandacht erfüllt sehen möchte,(10)läßt sich nicht abschließend beantworten. In seinem Brief vom 12. Januar 1794 fragtVoß beim Freund, dem Komponisten Johann Abraham Peter Schulz (1747-1800) fürdessen Kirchenmusik er Texte verfaßt hat(11) an: "Hast Dumeine Kirchenlieder gesetzt? Der Bischof [d.i. Herzog Peter Friedrich Ludwig, 1755-1829]wollte sie gern als Anhang zum Choralbuche des Oldenburger Gesangbuches druckenlassen."(12)
Gerhard Anton von Halem erbittetaußer von Voß auch von Friedrich Leopold Graf zu Stolberg Liedtexte für dieNeubearbeitung des Gesangbuches. Graf Stolberg jedoch verweigert seine Mitarbeit ausgrundsätzlichen Erwägungen. Nachdem er in seinem Brief vom 6. Februar 1790 erst einmaldaran Anstoß nimmt, daß von Halem ihm eine Frist von lediglich sechs Wochen zurUmarbeitung eines seiner Gedichte in ein Kirchenlied geset zt hat, kommt er zurSache:
Ich halte die Sammlung der Gesänge, welche öffentlich und in der Stille gesungen werden sollen, welche ganze Gemeinden zum Himmel erheben und den belebenden Trost einer Religion, die vom Himmel kommt, in die Hütte des Landmanns und des Handwerkers träufeln sollen, eine solche Sammlung halte ich für ein sehr wichtiges und großes Geschäft. [...] Sie haben mir mehr als einmal gesagt, daß Sie die Geschichte des Evangeliums bezweifelten. Liebster Freund! Wie können Sie den Gemeinden, deren Hoffnung für dieses und jenes Leben aufs Evangelium gegründet ist, eine Liedersammlung aussuchen? Wollten Sie das, was Ihnen vielleicht Wahn dünkt, pia oder soll ich sagen impia fraude, aus den Gesängen unserer Gemeinden wegnehmen? Sich, mit so mißbrauchtem Vertrauen, zum absichtsvollen Reformator, zum Umstürzer in so fern es von Ihnen abhängt desjenigen machen, was diesen Gemeinden das heiligste ist? Wollen Sie Lieder, deren Sinn Tausende in Leiden, Tausende im Tode gestärkt hat, weil Sie Ihnen legendenartig scheinen mögen, verwerfen? Oder wollen Sie aufnehmen, was Ihnen Legende scheint? Ich weiß wohl, daß man [...] auch sammeln könne, Lieder für alle Gottesverehrer. Aber dies fordert keine christliche Gemeinde, diese genügen ihr nicht; ihr Glaube, ihre Hoffnungen sind nicht auf Vermutungen eines hoffenden Zweiflers, (denn mehr zu seyn, wird kein denkender Moralist sich anmaßen), ihr Glauben, ihre Hoffnungen sind aufs Evangelium gegründet.
[...] Nur eine Bitte noch! lassen Sie das Ringen nach Wahrheit, auch wofern Sie in diesem Geschäfte fortfahren wollen und zu dürfen glauben, Ihre Hauptsache seyn! Wofern wir Andern, diesseits der Neologie, Recht haben, so verlohnt es sich doch wohl der Mühe, daß Ihr Neologen Eure Acten mit Ernst revidieret, ehe ihr mit, zwar nicht nachgebetetem, aber nachgesprochenem Spruche aburteilt. Es scheint zur neuen Lehre zu gehören, allen Beystand Gottes im Ringen nach der Wahrheit und dem Guten überhaupt zu leugnen. Denn wofern die transzendentelle Überzeugung und Besserung eine unmögliche Sache seyn soll, so möchte ja wohl jede Einwirkung Gottes auf menschlichen Willen unmöglich seyn. Und warum nicht auch auf die leblose Natur? Wir kämen dann zum müßigen Gott der Epicuräer zurück.(13)
Offensichtlich hat von Halem denReichsgrafen mit seiner Antwort nicht überzeugt Stolberg erwidert in seinem Briefvom 10. April 1790: "Niemand, sagen Sie, könne von der Vortrefflichkeit der Personund der Lehre Jesu überzeugter seyn, als Sie; aber es fehlt Ihnen die Überzeugung, daßes nothwendig sey, über seine Person, seine Wunder, und sein Verhältnis zu Gott etwasentschiedenes anzunehmen."(14)
In Stolbergs Brief vom 6. Februar1790 ist das Stichwort gefallen, um das es von Halem und wohl auch Johann Heinrich Voßgeht um die Theologie der Neologen, die Neue Lehre. Diese Theologie hatsich aus der Philosophie der Aufklärung entwickelt und sich zum Ziel gesetzt, die demDenken anstößigen Lehren der bisherigen Theologie umzubilden und notfallsfallenzulassen, ohne jedoch die Offenbarung in Frage zu stellen.(15)Rolf Schäfer merkt dazu an, daß es zu den Eigentümlichkeiten der Neologie gehört habe,der Individual- und noch mehr der Sozialethik einen breiten Spielraum zu geben. Am Textder in das Gesangbuch aufgenommenen Lieder, wie sie von Halem bevorzugt hat, wird diesdeutlich nicht nur die vom Einzelnen her gedachten Tugenden und Pflichten kommenzur Sprache, sondern auch die sozialen Beziehungen und Strukturen in ihrer Wechselwirkungmit dem einzelnen Christen.(16) Während die altprotestantischeOrthodoxie die Heilswirkung Christi darin erblickt, daß Christus im tätigen GehorsamGottes Gesetz erfüllte, im leidenden Gehorsam die Strafe für alle Sünden trug und derErtrag des tätigen und leidenden Gehorsams dem Menschen durch seinen Glauben zuteil wird,hat Jesus Christus nach der neologischen Lehre im wesentlichen Vorbildfunktion für denguten Menschen.
Eben dies wird die Lehre in derevangelisch-lutherischen Kirche im Herzogtum Oldenburg. Der Generalsuperintendent EsdrasHeinrich Mutzenbecher (1744-1801) verfaßt gemeinsam mit seinem späteren Nachfolger imAmt Anton Georg Hollmann (1756-1831) zum Gebrauch in den Kirchen und Schulen desHerzogthums einen Unterricht in der Christlichen Lehre mit Hinweisung auf Lutherskleinen Catechismus, in dem Jesus als unser Vorbild und Muster bezeichnetwird.(17) Auf großen Widerstand stößt die neologische Lehre inOldenburg nicht. In 45 der 51 Kirchspiele wird das neue Gesangbuch 1791 u.a. mit VossensKirchenliedern problemlos eingeführt. Nur wenige Traditionalisten und die ganz geringeZahl von Anhängern der Erweckungsbewegung setzen sich zur Wehr. Für diese Gruppe istFriedrich Leopold Graf zu Stolberg der Fürsprecher, der in der Neologie die auf dasEvangelium gegründete Hoffnung auf das ewige Leben vermißt und die Überprüfung desbiblischen Glaubens mit den Maßstäben der Vernunft tadelt. Nach Stolbergs Konversion zurkatholischen Kirche im Jahre 1800 rücken aber auch die Traditionalisten und Pietisten (z.B. jene um die Herrnhuter Brüdergemeine) von ihm ab.
Die unnachsichtige Einführungder Neologie im Herzogtum führt dazu, daß der evangelische Glauben in seinergottesdienstlichen, erzieherischen und gedanklichen Ausprägung mit der allgemeinenkulturellen Entwicklung Schritt halten kann. Es wird die Zuversicht leitend, daß dasChristentum nicht vernunftfeindlich ist, sondern eine innere Neigung zur unbefangenenErkenntnis von Natur und Geschichte besitzt. Allerdings kommt es dadurch, daß HerzogPeter Friedrich Ludwig der für Schwärmerei und Fanatismus nichts übrig hat Wert auf die strafrechtliche Verfolgung pietistischer Erweckungsprediger legt, zurGründung von Freikirchen außerhalb der Landeskirche.(18) DieseBegleiterscheinung rechtfertigt es jedoch nicht, die Aufklärungstheologie wie es seit Mitte des 19. Jahrhunderts der Fall ist nur negativ zu sehen.Die Folgen werden in der Gegenwart sichtbar. Eine Theologie, die sich nicht rationalnachvollziehen läßt, wird vom Großteil der Bevölkerung nicht akzeptiert. In diesemSinne war Johann Heinrich Voß bereits ein modern denkender Mensch.
1 Gerhard Anton von Halems Selbstbiographie nebst einer Sammlung von Briefen an ihn. Zweiter Teil: Briefe. Oldenburg 1840 (Nachdruck Bern 1970), Brief Nr. 95, S. 89f.
2 Gesangbuch zur öffentlichen und häuslichen Andacht für das Herzogthum Oldenburg. Nebst einem Anhange von Gebeten. Zweyte Auflage. Oldenburg 1792.
3 Johann Heinrich Voß: Sämtliche Gedichte. Vierter Theil. Königsberg 1802, S. 68, 83 u. 95.
4 Ebd., S. 100 mit dem Zusatz Für den Kirchengesang!
5 So Johanna-Luise Brockmann in: Esdras Heinrich Mutzenbecher (1744-1801). Oldenburg 1959, S. 69.
6 Gesangbuch (wie Anm. 2), Nr. 442. Gegenüber der Erstfassung (in Johann Heinrich Voß: Gedichte. Bd. 1. Hamburg 1785, S. 307-309; auch in Voß: Sämtliche Gedichte, wie Anm. 3, S. 68-70) ist diese Gesangbuchfassung leicht geändert und um eine Strophe gekürzt.
7 Gesangbuch (wie Anm. 2), Nr. 393. Die nur geringfügig abweichende Erstfassung ohne die Klammerzusätze für weibliche Verstorbene in Voß: Gedichte (wie Anm. 6), S. 327-330 und in Voß: Sämtliche Gedichte (wie Anm. 3), S. 83-86.
8 Gesangbuch (wie Anm. 2), Nr. 413. Die Erstfassung von 1784 (mit der Vertonung von Johann Abraham Peter Schulz in: Journal von und für Deutschland. 1784, 12 Stück. Vgl. im vorliegenden Heft unten S. 44) trägt den Titel Neujahrslied und weicht vor allem in der ersten Strophe deutlich ab. Diese Erstfassung auch unter dem Titel Empfang des Neujahrs in Voß: Sämtliche Gedichte (wie Anm. 3), S. 95-99; die Gesangbuchfassung ebd. S. 100-103.
9 Vgl. z.B.: Gesangbuch für die evangelisch-lutherischen Gemeinden des Herzogtums Oldenburg, 22. Aufl. Oldenburg 1901.
10 Halem: Selbstbiographie (wie Anm. 1), Brief Nr. 95, S. 89f.
11 Voß: Sämtliche Gedichte (wie Anm. 3), S. 206 (Hymnus).
12 Briefe von Johann Heinrich Voß nebst erläuternden Beilagen. Hg. v. Abraham Voß. Bd. 2. Halberstadt 1830 (Nachdruck Hildesheim 1971), S. 191f.
13 Halem: Selbstbiographie (wie Anm. 1), Nr. 96, S. 90-94.
15 Rolf Schäfer: Peter Friedrich Ludwig und die evangelische Kirche in Oldenburg. In: Peter Friedrich Ludwig und das Herzogtum Oldenburg. Beiträge zur Oldenburgischen Landesgeschichte um 1800. Oldenburg 1979, S. 76.
17 Esdras Heinrich Mutzenbecher u. Anton Georg Hollmann: Unterricht in der Christlichen Lehre mit Hinweisung auf Luthers kleinen Catechismus und andere Schriften. Hg. v. Wolfgang Erich Müller. Oldenburg 1991, S. 87
18 Rolf Schäfer: Peter Friedrich Ludwig (wie Anm. 14), S. 86.